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Kafkaesker Telekom-Service

Samstag, 5. Januar 2008

Vor einigen Monaten hatten wir bei der Telekom unseren Tarif auf “Call and Surf” mit ISDN und Internet-Flatrate umgestellt für 38,95 Euro im Monat. Seitdem verlieren wir uns in einem Irrgarten aus Merkwürdigkeiten und Inkompetenz.

  1. T-Online ruft uns an. Warum wir die Annahme der kostenlosen Hardware verweigert hätten. WTF?! Die Telekom-Hardware (Router, Modem) wollten wir gar nicht, da hier schon vorhanden. Allerdings war bei uns auch gar nichts angekommen. Schließlich stellt sich heraus, dass T-Online das Geraffel an eine alte, schon 5 Jahre nicht mehr gültige Adresse versandt hatte. Dabei schickt uns die Telekom schon seit diesen 5 Jahren ihre Rechnungen an unsere neue Adresse. Wir bitten um Korrektur und verzichten auf weitere Zustellversuche.
  2. T-Online schickt uns Zugangsdaten, aber keine Auftragsbestätigung. Wir behalten vorsichtshalber vorerst unseren alten Provider. Man hört ja einiges von Leuten, die dachten sie hätten eine Flatrate und die dann vor 500-Euro-Rechnungen standen, weil T-Online den Tarif noch gar nicht umgestellt hatte. Es kommt aber wochenlang keine Auftragsbestätigung. Irgendwann rufen wir an. Der Tarif gelte schon, wir könnten jederzeit online gehen, eine separate Auftragsbestätigung gebe es nicht (obwohl sie in dem Brief mit den Zugangsdaten angekündigt wurde). Wir gehen mit T-Online und einem unguten Gefühl online, denn wer kann sich sich schon auf das verlassen, was einem der Callcenter-Agent alles so erzählt.
  3. Die Zugangsdaten sind messerscharf auf die T-Online-Software zugeschnitten. Die wollen wir aber nicht. Ich durchforste zig Foren, bis ich eine Lösung finde, den T-Online Kauderwelsch in meinen Router zu bringen (wer vor dem gleichen Problem steht, hier ist die Lösung).
  4. Statt der versprochenen 2000 KBit kommen hier nur 1000 an. Wir rufen T-Online an und beschweren uns. Man wolle sich kümmern und 25 Euro Gutschrift auf die nächste Rechnung nehmen. Wenige Tage später haben wir tatsächlich DSL2000!
  5. Trotz unseres Komplett-Tarifs von 38,95 Euro bucht die Telekom krumme, nicht nachvollziehbare Summen ab: 33,21 Euro; 35,68 Euro und zuletzt 46,32 Euro.
  6. Zwecks Klärung der seltsamen Rechnungsbeträge gehe ich ins Kundencenter und will unsere Online-Rechnung abrufen. Dort aber steht, dass keine Daten im System seien. Zudem stellt sich heraus, dass als Anschrift immer noch (bzw. schon wieder) unsere alte, schon 5 Jahre nicht mehr gültige Adresse eingetragen ist.
  7. Wir rufen an (bei T-Com oder T-Online weiß ich nicht mehr, wir verlieren langsam die Übersicht). Es sei kein Auftrag für die Online-Rechnung gespeichert, könne aber eingerichtet werden. Die Rechnungen für die vergangenen Monate würden per Mail nachgereicht. Um die Umstellung der Adresse werde man sich kümmern. Unklar bleibt, warum wir keine Rechnung mehr per Post erhalten.
  8. T-Com schickt uns eine Mail, hier sei unsere Rechnung. Außerdem können wir die Rechnungen auch im T-Com-Kundencenter abrufen. An der Mail hängt aber nichts dran, keine Rechnung. Das T-Com-Kundencenter hat nach wie vor keine Daten im System. Das T-Online-Kundencenter auch nicht. Dort sehe ich auch, dass immer noch unsere alte, seit 5 Jahren nicht mehr gültige Adresse gespeichert ist.

Wir harren immer noch einer Klärung.

Josef K. hätte seinen Prozeß auf der linken Arschbacke abgesessen, hätte er zuvor schon einmal den “Service” der Telekom in Anspruch genommen.