Tollkühne Bezirksfürsten gegen die Heizpilzmafia

Angeblich fehlt es in Berlins Bezirksverwaltungen an allen Ecken und Enden. Da kann etwa das Rauchverbot in Kneipen nicht durchgesetzt werden, weil es an Kontrolleuren fehlt. Da scheitern die Jugenschutzkontrollen gegen Alkoholmissbrauch an abwesenden Bezirksmitarbeitern, da warten klamme Berliner Monate auf ihr zustehendes Wohngeld, weil es den Bezirken an Personal fehlt. Und immer mehr Straßenbäume werden ersatzlos gefällt, weil kein Geld für die Pflege vorhanden ist.

Aber für eines sind offenkundig reichlich Ressourcen vorhanden: Für den schwachsinnigen Kreuzzug einiger Bezirksfürsten gegen die Heizpilze. Diese seien, so das Argument, klimaschädlich und müssten daher verboten werden. Da die Bezirke ein Verbot aber nicht aussprechen können, verweigern sie Heizpilz-Wirten die Genehmigung für die Außengastronomie. Ein Bauerntrick. Und während zahlreiche ureigene Aufgaben der Bezirke brachliegen, ist für die Kontrolle des lebensnotwendigen Heizpilzverbots scheinbar genug Personal da: “Stadtrat Beckers aus Friedrichshain-Kreuzberg kündigt scharfe Kontrollen durch das Ordnungsamt ab Neujahr an”.

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass die Feierabend-Amateurpolitiker in den Berliner Bezirken mehr schaden als nutzen, ist er durch diese Heizpilz-Posse eindruckvoll erbracht. Wenn die Herren Bezirksstadträte keinen anderen Probleme haben, kann man sie auch beruhigt nach Hause schicken.

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