Arbeitslosigkeit: Der Osten kommt voran, fällt aber zurück

Ronald Pofalla hat sich mal wieder zu Wort gemeldet. Beim Abbau der Arbeitslosigkeit seien die neuen Länder gut vorangekommen, die Arbeitslosigkeit sei “seit 2005″ von 1,8 auf 1,2 Millionen gesunken.

Falsch ist das nicht. Im Januar 2005 gab es im Osten 1,771 Millionen Arbeitslose und im Dezember 2007 1,176 Millionen. Nun ist aber ein Vergleich nicht-saisonbereinigter Monatszahlen von begrenztem Wert. Pofallas Zahlen stellen sich etwas anders dar, wenn die saisonbereinigten Monatszahlen herangezogen werden. In dem Fall wäre die Zahl der Arbeitslosen von 1,68 Millionen (Januar 2005) auf 1,22 Millionen (Dezember 2007) gesunken - immer noch ein respektabler Schritt nach vorne.

Ein Blick in die Statistik zeigt, dass man die Entwicklung aber auch anders darstellen kann. Im Jahresdurchschnitt 2005 gab es in den neuen Ländern 1,6 Millionen Arbeitslose. Im Jahr 2007 waren es knapp 1,3 Millionen. Zweifellos ist auch das ein Fortschritt, aber der Rückgang um rund 20 Prozent war geringer als im Westen, wo die Zahl der Arbeitslosen um 23 Prozent sank. Und auch im abgelaufenen Jahr verlor der Osten in Bezug auf den Arbeitsmarkt weiter an Boden: zwar sank die Arbeitslosigkeit um 12,8 Prozent, in Westdeutschland gelang aber ein Rückgang um 17,3 Prozent.

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