Linke Logik

Wahlplakate der Linkspartei

Wie muss man sich das jetzt vorstellen? Erst alle reich machen und dann besteuern? Das wäre ja sehr raffiniert, denn dann sprudeln die Steuern mal richtig. Allerdings wäre noch zu klären, wie man im ersten Schritt alle reich macht.

Oder erst Reichtum besteuern und dann sind irgendwie alle reich? Aber wie soll das gehen? Wenn Reichtum besteuert wird, dann sind doch weniger Menschen reich als zuvor.

Fragen über Fragen..

10 Kommentare zu “Linke Logik”

  1. Sisyphos sagt:

    Wenn alle auf das selbe Niveau gehoben werden, gibt es kein Arm und Reich mehr, da man ja nur arm ist, wenn man im Verhältnis unter eine bestimmte Grenze fällt, die sich an einer Größe orientiert, die durch unterschiedlich hohe Einkommen/Vermögen definiert wird ;-)

  2. admin sagt:

    Hm, guter Einwand! “Reichtum für alle” ist ein Widerspruch in sich. Dazu würde sich auch an der Armutsquote nichts ändern, wenn jeder Deutsche - woher auch immer - eine Million Euro erhält.

  3. Andreas sagt:

    Glückwunsch, die BILD hat den Blogeintrag übernommen ;)

    http://www.bild.de/BILD/politik/2009/09/24/die-linke/wahlplakate-zur-bundestagswahl.html

  4. admin sagt:

    Ist ja schön, wenn andere die eigenen Gedanken aufgreifen. :-/

  5. Rudi sagt:

    Tja, sie können eben einfach nicht, die Linken. Weder die von der SPD, noch die links-Linken.
    Alle Leute gleich (reich) machen?
    NEIN, wenn solche Parteien am Zuge waren, wurde alles stets nur gleich teuer, wobei die Betonung auf TEUER liegt!
    Es wäre doch ‘mal an der Zeit, heraus zu finden, ab wann man ‘bei denen’ eigentlich als reich gilt!
    Wenn man NICHT bei Aldi, LIDL, oder REAL einkaufen geht?
    Übrigens gelten die Inhaber dieser Geschäfte als die reichsten Leute Deutschlands….:-)

    …was machen wir eigentlich mit den dann vielen Arbeitslosen ARGE-Angestellten, wenn es keine Sozialhilfeempfänger mehr gibt? Ach ja, die sind dann ja auch alle reich ;-)

    …..oder alle gleich arm, oder wie…???

  6. admin sagt:

    Der Grat zwischen arm und wohlhabend ist mitunter recht schmal. Zum Beispiel gilt ein Angestellter mit 4.000 Euro brutto nach linker Logik als Besserverdienender, den es zu schröpfen gilt. Wenn unser Angestellter aber unverheiratet mit einer nichterwerbstätigen Partnerin lebt und mit dieser womöglich noch mehrere Kinder hat, kommt er durch seine horrenden Steuern und Abgaben recht schnell an die offizielle, von der Linken so geliebte Armutsgrenze.

    Reichtum und Armut sind nach linker Logik eben keine absoluten Merkmale, sondern relative. Es geht lediglich um die Abstände zwischen den Einkommen. Verdienen alle in Deutschland nur noch 200 Euro im Monat, ist die Armut verschwunden. Verdienen alle 200.000 Euro, gibt es keinen Reichtum mehr.

    Klingt widersinnig und ist es auch. Bei der Armutsdiskussion der Linken geht es nicht um das Wohlergehen der Menschen, es geht darum, den Neid der Menschen aufeinander politisch für sich zu instrumentalisieren. Ich mag es nicht, wenn mein Nachbar mehr verdient als ich und die Linke hilft mir dabei, ihm etwas wegzunehmen.

  7. Rudi sagt:

    …..und anstatt dort
    anzufangen, wo es nötig wäre, nämlich bei den sog. Grundbedürfnissen der Menschen wie: Wohnung, Energie und dergleichen mehr….

    Wohnen (Miete) reisst heut’ zu Tage ein dermassenes Loch in die Haushaltskasse, dass es einem schlecht wird. Ich erinnere mich (ungenau) an eine Forderung der SPD (…schon sehr lange her…), dass die Miete einen bestimmten Prozentsatz des Haushaltseinkommens NICHT überschreiten sollte. Ob das nur im Zusammenhang mit dem damaligen sozialen Wohnungsbau zu tun hatte, erinnere ich nicht mehr! War aber eine tolle Idee!

    Wenn ich nun schreibe, dass vor ca. 15 - 20 Jahren eine (meine) Wohnung etwa 600 DM warm gekostet hat und ich heute etwa 700 EURO (!) hierfür bezahle, dann hat man einen tollen Vergleich. Was ich verdiene möchte ich hier nicht kund tun, aber mein Einkommen ist in diesem Wimpernschlag der Zeit nicht um das doppelte gestiegen…!

    NUN mag man sich fragen, warum in südlicheren Ländern der Eigentumsanteil an Wohungen und Häusern so hoch ist. ICH frage mich das nicht, denn die exorbitanten Preise hier zu Lande sind nicht bezahlbar. SCHON GAR NICHT nach Streichung des Eigenheimzuschusses, der allerdings auch nicht gerade sehr hoch war.
    Neuerdings kann man ja WohnRIESTERN, aber nachdem ich mir bei der Postbank das Prozedere hierzu angehört habe, lasse ich es lieber und zahle weiter fleissig Miete…..

    Wovon ich also rede: Solche vermeintlichen ‘Kleinigkeiten’ sind eigentlich die zu lösenden Aufgaben der Linken, nicht aber, meinen Nachbarn auf meine hart verdienten Groschen neidisch zu machen!

    Übrigens gibt es sie bestimmt in meiner näheren Umgebung die Leute, die neidisch auf mich schauen, wenn ich mit meinem TDI ins Einkaufszentrum fahre und mir für’s Wochenende eine Tüte voll Aufschnitt bei Butter-Lindner erwerbe, aber solchen Leuten rate ich deswegen einfach, andere Prioritäten in ihrem Leben zu setzen und sich nicht von solchen Verblendern wie den Linken den Kopf verdrehen zu lassen!
    UND: wer sich etwas zutraut, der kann es sogar in unserem angeblich so Arbeitnehmerfeindlichen Deutschland vom Tellerwäscher zum Millionär bringen (der ich nicht bin :-) !

    Nur wer sich auf solche Leute wie Gregor verlässt, reiht sich für immer in die Schlange (der dann allerdings schwer-reichen) Tellerwäscher ein……! In diesem Sinne…

  8. Alexander sagt:

    Hallo Rudi,

    hab das mit Deiner Wohnung mal grob überschlägig gerechnet:

    700 Euro warm minus Betriebskosten ca. 50 Euro ca. 650 Euro pro Monat

    650 Euro pro Monat x 12 = 7.800 Euro pro Jahr

    7.800 Euro pro Jahr x 25 = 195.000 Euro (Kaufpreis der Wohnung)

    195.000 Euro geteilt durch 25 Jahresmieten = 4 % Rendite VOR Steuer

    (Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung)

    Das bedeutet die obige Jahresmiete von 7.800 Euro kommt zum normalen zu versteuernden Einkommen noch dazu und das führt z.B. beim Höchststeuersatz zu ca. 3.900 Euro Steuer, es verbleiben also nur 3.900 Euro pro Jahr oder 325 Euro pro Monat bei Deinem Vermieter.

    Etwas anders sieht es aus, wenn die Wohnung nicht wie im obigen Beispiel genannt, aus Eigenkapital erspart, sondern finanziert wurde.

    Kaufpreis 195.000 Euro voll finanziert

    Dazu kommen 3,5 % Grunderwerbsteuer, also 6.825 Euro plus 1,5 % Kosten für Notar und Grundbucheintrag 2.925 Euro, gesamt 9.750 Euro

    Die Wohnung kostet also gesamt eigentlich 204.750 Euro

    Zins (je nach Bonität) 5 % plus 2 % Tilgung (damit die Wohnung nach 25 Jahren schuldenfrei ist)

    195.000 Schulden x 7 % pro Jahr = 13.650 Kosten

    Die 5 % Zinsen kann der Vermieter wiederum bei der Steuer ansetzen (wieder Höchststeuersatz)

    195.000 Schulden x 5 % Zinsen = 9.750 / 2 = 4.875 Euro (auf der Habenseite verbuchen)

    Es verbleiben also

    Plus 7.800 pro Jahr durch Deine Miete

    Minus 13.650 Kosten (Zins und Tilgung)

    Plus 4.875 steuerliche Erleichterung für Zinslast

    Ergibt MINUS 975 Belastung pro Jahr für Deinen Vermieter

    Von Rücklagen, notwendigen Investitionen, gesetzlichen Vorgaben etc. haben wir noch gar nicht gesprochen.

    Möglichkeit 3 ist Du kaufst Dir eine eigene Wohnung.

  9. Rudi sagt:

    ….Hallo Admin.
    Komme erst heute dazu, zu antworten.
    Also zunäöchst zahlen wir hier 4,5 % Grunderwerbssteuer…….

    Dann kann ich einen leisen, kritischen Unterton erkennen.
    Wenn ich mir das (äussere) Leben meines vermieters und das so einiger Makler anschaue, kommen mir die Tränen, wenn sie in ihren Daimlern und Geländewagen-BMW’s an mir vorbei fahren…:-)

    Irgend etwas scheint sie alle ergo am Leben zu erhalten….. Ob das wohl Mieteinnahmen und Maklercourtagen sind..???

    Aber es ging ja auch nicht (nur) darum, sondern dass ich die Linke da sehe, wo sie sich für Grundbedürfnisse der Bürger einsetzt; mithin sehe ich in steigenden Mieten schon ein kleines Problem, wenn man Ballungszentren von Leuten vermeiden möchte, in denen solche Menschen wohnen, die sich andere (Wohn-)Orte nicht leisten können.

    Und noch etwas: Wer bei Zeiten für Wohneigentum sorgen KANN, bessert seine Rente ERHEBLICH auf; EIN kleines Problem weniger im Kampf um Demographiewandel und Altersarmut… von steigenden Rentenbeiträgen ganz zu schweigen.

    Aber, wie bereits einmal erwähnt, werden in diesem Land nur die gefördert, die am lautesten zu schreien vermögen!

    Günstiges wohnen trägt also zum Wohlstand bei! Hat man so doch gleich mehr finanzielle Mittel zum Konsum übrig!

    Ja, wahrscheinlich wieder zu einfach gedacht, aber was die Linken können, DAS kann ich auch ;-)

    Liebe Grüsse

  10. admin sagt:

    Hallo Rudi,

    Du beziehst Dich auf Alexanders Antwort, oder? Was mich bei dem Thema des langfristigen Investment in Immobilien umtreibt ist die folgende Überlegung: Die demographische Entwicklung bewirkt, dass in den nächsten Jahrzehnten die Bevölkerungszahl abnehmen wird. Ceteris paribus müsste wohnen also langfristig billiger werden.

    Viele Grüße,
    Holger

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