Eine Eloge auf Kreuzberg

.. kann man im “Tagesspiegel” vom Samstag im Gastkommentar von Pascal Hugues lesen. Da radelt Christian Ströbele mit “im Wind flatterndem roten Schal” am Stau vorbei; die Globalisierung ging spurlos an ihm und dem Bezirk vorüber; am Heinrichplatz werden immer noch Tofu und Kaffee aus Nicaragua verkauft; am Paul-Lincke-Ufer brennt ein Mercedes; “auf diesem großen Basar der Esoterik sind alle Sekten vertreten: Reinkarnation, Systemische Aufstellung, Medialität und Lebensfreude, Tibetan Pulsing Yoga, Rituale, Meditationen, Räucherheilkunde”. Mit einem Wort: “Es ist wahr, hier ist das Leben friedlich”.

Außer natürlich, man fährt einen hochwertigen Wagen. Oder man parkt zufällig neben einem solchen. Oder man baut oder wohnt in einer Luxus-Loft. Oder man ist in der CDU und will einen Info-Stand betreiben. Also quasi immer dann, wenn man den angeblich vorherrschenden linksalternativen Lebensstil nicht teilen mag.  Dann kann das Leben schon mal gefährlich werden, im “friedlichen” Kreuzberg. Man könnte aber auch meinen, dass Gegenden, in denen ein abweichender Lebensstil von anderen nicht geduldet wird und man darauf mit Gewalt reagiert, nicht “friedlich”-pittoresk, sondern einfach nur Spießerparadiese sind.

Ein Kommentar zu “Eine Eloge auf Kreuzberg”

  1. Sisyphos sagt:

    Intoleranz ist und bleibt eben Intoleranz.

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