Teilzeit-Hartz IV

Hartz IV und Leiharbeit haben zu einem Erdrutsch bei den regulären Arbeitsplätzen geführt

Diesen hanebüchenen Unsinn darf die Linkspartei-Politikerin Sabine Zimmermann unwidersprochen in der “Frankfurter Rundschau” verbreiten. Sie stützt sich dabei auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei. Die Daten hätte die Linkspartei allerdings auch einfach auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit abrufen können, wenn es ihr um echte Erkenntnis gegangen wäre. Tatsächlich sollte mit allen Mitteln Propaganda in eigener Sache gemacht werden.

Der Antwort der Bundesregierung zufolge sei die sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung von 1999 bis 2008 um 1,4 Millionen gesunken. Zugleich sei die Teilzeitbeschäftigung um 1,3 Millionen angestiegen. Das mag stimmen. Aber was hat das mit Hartz IV zu tun? Das SGB II wurde nicht 1999, sondern Anfang 2005 eingeführt. Warum also der Vergleich mit 1999?

Vermutlich weil sich bei einem korrekten Vergleich von 2005 bis 2009 ein ganz anderer Befund ergibt: Wie sich bei der Bundesagentur leicht recherchieren lässt, stieg die sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung von März 2005 bis März 2009 um 532.239 an! Nach der schlichten Logik der Linkspartei hätte man also zu der Schlussfolgerung kommen müssen, dass Hartz IV ein phänomenaler Erfolg bei der Schaffung regulärer Vollzeitstellen war.

Einen Kommentar verfassen