Benachteiligung gesucht

Wenn es keine Benachteiligungen von Frauen auf dem Arbeitsmarkt gibt, oder diese zu wenig spektakulär erscheinen, dann konstruiert man sich halt welche zurecht. Dachte sich die Partei der “Linken” und fand in der “Frankfurter Rundschau” wieder einmal einen dankbaren und gänzlich unkritischen Abnehmer für ihre kruden Thesen.

Da fragt die Linke Bundestagsfraktion die Bundesregierung, wie sich die Beschäftigung von Frauen in bestimmten Beschäftigungsformen entwickelt habe. Das könnte sie zwar auch problemlos diversen öffentlich verfügbaren Statistiken entnehmen. Aber schön - hier geht es ja um Propaganda, nicht um Erkenntnisgewinn. Jedenfalls zeigt die Statistik, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtig Vollzeit beschäftigten Frauen in den letzten 10 Jahren um 640.000 abgenommen habe. Woraus die Frankfurter Rundschau messerscharf schließt, dass der flexible Arbeitsmarkt Frauen benachteilige.

Nun ist der Rückgang der Zahl der vollzeitbeschäftigten Frauen in der Statistik der BA einwandfrei nachweisbar. Ebenso einwandfrei nachweisbar ist aber auch, dass die Zahl der vollzeitbeschäftigten Männer noch viel stärker abnahm, nämlich um 990.000. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Teilzeit beschäftigten Frauen um 1,1 Millionen, die Zahl der teilzeitbeschäftigten Männer aber nur um 400.000. Insgesamt also nahm die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen um 490.000 zu. Demgegenüber gingen für Männer 590.000 Arbeitsplätze verloren. Das ist schon eine schlimme Benachteiligung..

2 Kommentare zu “Benachteiligung gesucht”

  1. politbuerokrat sagt:

    Der benachteiligung von frauen muss existieren, denn wegen ihr haben schon der grosse vorsitzende mao zedong und georgi dimitrow die forderung “gleicher lohn für gleiche arbeit” erhoben, der sich heute auch stolz die EU anschließt. Die wahrheit Deiner zahlen darfst Du nicht gegen die dialektik des materialismus ausspielen. Oder mit den worten rudi dutschkes: Dein begriffsloser objektivismus erschlägt das zu emanzipierende subjekt!

  2. Holger sagt:

    Fakten = begriffsloser Objektivismus :-)
    Das gefällt mir. Überhaupt, ein witziges Blog habt ihr da.

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