Alles in Butter

Außer in Saudi-Arabien können Christen in allen Ländern des Nahen Ostens ihre Religion ungehindert ausüben - das legt der Deutsche Bundestag in seiner Berichterstattung zu Anhörung des Ausschusses für Menschenrechte dem Sachverständigen Reverend Mitri Raheb in den Mund - und Nachrichtenagenturen wie die dapd schreiben das fleißig ab. Gesagt hat er das allerdings nicht.

Dass für die Christen in muslimischen Gesellschaften des Nahen Ostens alles in Butter ist, ist ohnehin eine Meinung, die viele sicher überraschen wird. Es gibt Stimmen, die das anders sehen - insbesondere die Christen, die ganz konkret unter Verfolgung und Repression leiden: Nicht nur in Saudi-Arabien, sondern auch im Iran, Irak und vielen anderen Ländern.

Aber auch ganz ohne Falschzitation der Bundestagsredaktion sorgt Raheb für Stirnrunzeln. So vergleicht er das Verhältnis von Staat und Religion in diesen Ländern allen Ernstes mit Israel, dass sich zunehmend als jüdischer Staat begreife. Wer sich über diesen Schwachsinn wundert, muss erst mal lesen, was der palästinensische Reverend an rassistischen und antisemitischen Verschwörungstheorien auch sonst so alles von sich gibt.

Bleibt die Frage, wer diesen Schmock als Sachverständigen geladen hat. Das geht aus den Unterlagen der Anhörung zwar nicht hervor. Gelegenheit seine “Israelkritik” an den Mann zu bringen, hat er aber vor allem von Frau Groth (Linke) erhalten. Surprise!

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