Nokia und der Bochumer Fenstersturz

Nokia, so hat nunmer die Staatsanwaltschaft Bochum festgestellt, hat mit der Schließung des Bochumer Werkes keinen Subventionsbetrug begangen. Die Ermittlungen wurden eingestellt, da nicht einmal ein Anfangsverdacht gegeben war. Eine ziemlich eindeutige Sache also.

Da haben sich wohl einige zu weit aus dem Fenster gelehnt. Wollen wir hoffen, dass sie nicht hinausfallen:
Der CSU-Mittelstandsexperte Hans Michelbach warf Nokia Subventionsbetrug vor.

Sevim Dagdelen, nordrhein-westfälische Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE, fordert, dass “alle, die von dem Subventionsbetrug wussten und diesem Schauspiel zugesehen haben, zur Rechenschaft gezogen werden müssen.

Trotz fehlender Zahlen erklärte NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) [..], es erhärte sich der Verdacht, dass Nokia jahrelang zu Unrecht Subventionen eingestrichen habe.

Ingrid Demmers, arbeitsmarktpolitische Sprechering der Linken in NRW: Hinter der Schließung von Nokia stecke ein Subventionsbetrug allererster Güte.

Man muss Nokias Entscheidungen ja nicht gut finden, aber man sollte schon nochmal nachdenken, bevor man anderen Straftaten vorwirft. Insbesondere wenn man Politiker ist und zur Willensbildung beiträgt.

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