Rente: Politik wider die Selbstverantwortung

Die sozialdemokratischen Kräfte holen zu einem weiteren Schlag gegen eine freie Gesellschaft aus. Ihnen ist ein Dorn im Auge, dass Selbständige keine Pflichtbeiträge an die gesetzliche Rentenversicherung zahlen müssen. “Da ist was zu holen”, denken sich Politiker von CDU und SPD sowie Sozialfunktionäre und Gewerkschaften. Sie fordern eine Einbeziehung der Selbständigen in die Versicherungspflicht und nennen das euphemistisch “Ausbau zu einer Erwerbstätigenversicherung”. Tatsächlich geht es aber allein darum, weiteres Umverteilungspotential zu heben und weitere Kreise der Bevölkerung unter die Herrschaft eines von Politikern administrierten und beherrschten Versorgungssystems zu zwingen.

Natürlich geschehe das alles nur zum Schutz der Selbständigen. Für den Präsidenten der Deutschen Rentenversicherung Rische ist eine Einbeziehung notwendig, weil es mehr Selbständige gebe, denen Altersarmut drohe weil sie nicht gesetzlich versichert seien.

Selten war eine Argumentation mehr verdreht als diese. Altersarmut droht doch vor allem deswegen, weil die gesetzliche Rentenversicherung das Geld künftiger Rentnergenerationen mit beiden Händen zum Fenster hinauswirft. Die Demographie ist das Altersarmutsrisiko Nr. 1, nicht die Selbständigkeit. Wenn ich meine Pflichtbeiträge eigenverantwortlich anlegen könnte, könnte ich mit Mitte 50 aufhören zu arbeiten. Weil aber das Geld verwendet wird, um die Rentnern von heute zu finanzieren, muss ich bis 67 arbeiten, um dann eine Rente auf Hartz IV-Niveau zu erhalten.

Bei der Einbeziehung von Selbständigen geht es nicht um deren Altersarmut, sondern um deren Geld. Es geht darum, dass man sie schröpfen möchte, um vor Wahlen soziale Wohltaten an Rentner verteilen zu können. Es geht darum, dass man den Bürgern nicht zutraut, eigenverantwortlich eine Altersversorgung aufzubauen, sondern meint, sie zu ihrem “Glück” zwingen zu müssen. Es geht darum, dass man alle Bereiche der Gesellschaft im Würgegriff der Umverteilung haben möchte. Es geht darum, dass ein weiteres Stück Selbstverantwortung und Freiheit an den Staat delegiert werden soll.

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