Abgeordnetendiäten steigen langsamer als Gehälter

Der Bundestag möchte die Diäten der Abgeordneten erhöhen. Das ist verständlich, schließlich möchte jeder gerne Gehaltserhöhungen und außerdem steigen ja auch die Preise. Die Abgeordneten beschließen sich ihre Diätenerhöhungen jedoch selbst, was dann oftmals stark nach Selbstbedienung riecht. So kommt es bei nahezu jeder Diätenanpassung zu kritischen Kommentaren.

Dabei kann den Abgeordneten keine übermäßige Gier vorgeworfen werden. Seit 1993 sind die Diäten von 5.300 auf 7.339 Euro monatlich angestiegen. Das ist eine jahresdurchschnittliche Steigerung von 2,2 Prozent. Selbst wenn es zu den geplanten kräftigen Anhebungen auf 8.159 Euro bis zum Jahr 2010 kommt, erhöht sich der jahresdurchschnittliche Gehaltszuwachs nur auf 2,6 Prozent.

Die durchschnittlichen Bruttogehälter der Angestellten sind im Zeitraum 1993 bis 2006 von 2.519 Euro auf 3.595 Euro angestiegen. Das entspricht einem jahresdurchschnittlichem Gehaltsplus von 2,8 Prozent. Mithin waren die Abgeordneten in den letzten 15 Jahren bescheidener als die Arbeitnehmer. Dem Vorwurf der Selbstbedienung feht die empirische Basis.

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